Ich habe mich zu meinem Pferd Galileo in die Box gesetzt.
Das mache ich normalerweise nicht, denn sonst sitze ich eher draußen
bei ihm auf dem Paddock.
Ich habe zunächst so geatmet, wie Petra es im Starter-Guide erklärt,
und bin dabei immer ruhiger und entspannter geworden.
Dann habe ich Galileo gedanklich gefragt, ob wir ein wenig miteinander reden wollen.
Er stand zu diesem Zeitpunkt quer zu mir und hatte den Kopf tief im Heu.
Normalerweise lässt er sich davon nicht so schnell abbringen.
Doch genau in dem Moment, in dem ich ihn fragte, nahm er den Kopf aus dem Heu,
drehte sich zu mir und stellte sich ganz gerade und frontal vor mich.
Ich saß auf einer kleinen Kiste, und Galileo ließ seinen Kopf
bis auf die Höhe meiner Knie sinken. So blieb er bei mir stehen.
Er war vollkommen entspannt, sogar seine Unterlippe hing ganz locker herunter.
Ich stellte ihm verschiedene Fragen und erzählte ihm, was mich beschäftigte.
Als mir schließlich keine weiteren Fragen mehr einfielen, sagte ich zu ihm:
‚Das war doch jetzt ein schönes Gespräch.
Reicht es für heute oder möchtest du noch weitermachen?'
Daraufhin schnaubte Galileo ganz deutlich ab.
Ich sagte ihm, dass wir unser Gespräch dann für heute beenden könnten.
Dabei blieb ich genauso ruhig auf meiner Kiste sitzen wie zuvor.
Ich bewegte mich nicht und stand auch nicht auf.
Doch Galileo drehte sich in diesem Moment wieder zur Seite
und steckte seinen Kopf zurück ins Heu.
Für mich war es ein ganz besonderer Augenblick.
Galileo hatte mir auf seine eigene, sehr klare Weise gezeigt,
wann unser Gespräch begann und wann es beendet war.
S.
Partnerin von Pferd Galileo